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Stellungnahmen, Berichte und Meldungen aus der Verbandsarbeit — chronologisch, neueste zuerst.
11.02.2022
Veröffentlichung des VLLV Leistungsrechners
Sichere Basis — kostenlose Kalkulationsgrundlage
Der Verband der Lichtdesigner und Licht- und Medienoperator in der Veranstaltungswirtschaft e. V. (VLLV e.V.) präsentiert den VLLV Leistungsrechner. Ab sofort können Lichtdesigner sowie Licht- und Medien-Operator online auf eine spezifisch auf ihre Tätigkeitsfelder und Arbeitsabläufe zugeschnittene Lösung zurückgreifen, um Stunden- und Tagessätze für Leistungen im Lichtdesign, der Lichtplanung oder beim Licht- und Medienoperating zu kalkulieren. Der Leistungsrechner steht kostenlos auf der Webseite des VLLV zur Verfügung.
Seit der Gründung im Jahr 2020 verfolgt der VLLV — als berufliche Interessengemeinschaft der professionellen Lichtdesigner und Licht- und Medienoperator in der Veranstaltungswirtschaft — das Ziel, die öffentliche Wahrnehmung und Wertschätzung der Lichtdesigner und Licht- und Medienoperator zu verbessern. In diesem Zusammenhang kommt der Vergütung der selbstständigen Licht- und Mediendesigner/-operator eine zentrale Rolle zu. So zeigte eine 2020 durchgeführte Umfrage, dass die von Selbstständigen aufgerufenen Stundensätze deutlich zu niedrig sind und in keinem Verhältnis zum Arbeitsaufwand und der aufgewendeten Arbeitszeit stehen.
Zur Kalkulation des individuellen Stundensatzes fragt der VLLV Leistungsrechner drei zentrale Bereiche ab: Basiskosten, Persönlichkeitsfaktoren und Leistungsfaktoren. Während die Basiskosten die betriebswirtschaftlich notwendige Mindestvergütung pro Stunde abdecken und über einen separaten Basiskostenrechner des VLLV ermittelt werden können, fragen die Persönlichkeitsfaktoren die Tätigkeit, Qualifikation und Erfahrung ab. Die Leistungsfaktoren beziehen sich auf die angebotenen Inhalte und variieren je nach Projektphase — vom Entwurf über die Ausführung on-site bis zur Dokumentation. Abgerundet wird die Kalkulation von Stundensätzen und Angeboten durch die Angabe von Überstundensätzen und Anreisepauschalen.
„Mit dem Leistungsrechner geben wir selbstständigen Lichtdesignern und Licht- und Medienoperator endlich ein wichtiges Werkzeug an die Hand, um den überwiegend bedenklichen Quotienten aus Arbeitszeit, Vergütung, Altersversorgung und Gewinn nachhaltig zu verbessern“, so Timo Graf, Vorstandsvorsitzender des VLLV e.V. „Seit unserer Gründung verfolgen wir ein strategisches Ziel: höhere Wertschätzung unserer Arbeit und damit verbunden eine höhere Vergütung. Um dies zu erreichen, ist unternehmerisches Denken und Handeln entscheidend — und der VLLV Leistungsrechner ist ein entscheidender Faktor dieser Kampagne. Er ist fair, nachvollziehbar und leistungsorientiert.“
06.05.2021
VLLV Umfrageergebnis zum Thema Vergütung
Stundenlohn der Lichtdesigner ist desaströs
Erzielte Netto-Stundenlöhne der selbständigen Lichtdesigner und Licht- und Medienoperator sind signifikant zu niedrig. Der Verband der Lichtdesigner und Licht- und Medienoperator in der Veranstaltungswirtschaft (VLLV) e.V. hat im Oktober 2020 eine Umfrage zur Vergütung unter Lichtdesignern und Licht- und Medienoperator durchgeführt und ausgewertet.
Die komplette Auswertung der Umfrage liegt vor und kann als PDF heruntergeladen werden: Vergütungsumfrage_komplett.pdf
11.03.2021
VLLV Weiterbildungstagung am 30.03.2021
Die erste digitale Weiterbildungstagung des VLLV
Am 30.03.2021 ab 10:00 Uhr fand unsere erste digitale Weiterbildungstagung exklusiv und kostenlos für Mitglieder des VLLV e.V. statt! Der Tag war gefüllt mit vielen interessanten Vorträgen und wir hatten durchgehend um die 50 Zuschauer(innen) im Stream, was wir als großen Erfolg werten. Zwischen den einzelnen Vorträgen konnten sich die Zuschauer(innen) mit den Referenten im virtuellen WonderMe-Foyer des VLLV austauschen und die Themen vertiefen. Das Feedback der Zuschauer(innen) als auch der Referenten war durchweg positiv, und die AG Weiterbildung arbeitet schon an weiteren Programmen für die Zukunft.
Programm: Matt Finke / Bianca Mischinger (Stops & Mops) — Digitales Licht, was ist das? · Dominik Doehler (von BERG) — The unreal Artist: Mixed Reality in der Inszenierung · Nik Evers (ST.ROBO) — Lichtdesign kommunizieren · Roland Greil / Michael Kuehbandner — Remote gesteuerte Events · Jens Langner (Robe Deutschland) — Theorien des Lichtdesigns und ihre Pioniere · Jörg Zimmermann / Jörg Sieper (JB Lighting) — Nachhaltigkeit bei Herstellung und Vertrieb von Scheinwerfern · Björn Friebe — Licht setzen bei Kameraübertragungen · Timo Graf (VLLV) — Auswertung der Vergütungsumfrage.
22.08.2020
VLLV vor Ort — der Bericht vom Forschungsprojekt RESTART-19
Live-Bericht aus Leipzig
Der VLLV war live vor Ort in Leipzig beim Forschungsprojekt RESTART-19 der Universitätsmedizin Halle (Saale), das mit rund 4.000 Probanden das von Großveranstaltungen ausgehende Ansteckungsrisiko mit COVID-19 untersuchte. Im Mittelpunkt standen nicht der Künstler Tim Bendzko, sondern die Daten, mit deren Hilfe erforscht werden sollte, wie Großveranstaltungen unter Pandemiebedingungen wieder stattfinden können.
Getestet wurden drei Szenarien: eine Veranstaltung ohne besondere Hygienemaßnahmen, eine mit optimiertem Besucherstrommanagement und größeren Abständen, sowie eine mit halbierter Besucherzahl und 1,5 m Mindestabstand. Alle Teilnehmenden erhielten Tracker, FFP2-Masken und mussten einen negativen Corona-Test vorweisen. Dr. Stefan Moritz (Universität Halle) erläuterte den rund 2.000 Gästen Ablauf und Ziel der Studie.
Mögliche künftige Hygienekonzepte, die sich aus der Studie ableiten ließen: negativer Corona-Test höchstens 48 Stunden alt, Fiebermessung vor Ort, durchgehendes Tragen einer FFP2-Maske, regelmäßige Desinfektion stark frequentierter Flächen, dezentraler Einlass, abgegrenzte Teilbereiche des Geländes, Sitzordnung im Schachbrettmuster sowie ein Lüftungskonzept gegen die Verwirbelung von Aerosolen. Die Ergebnisse der Studie wurden für Anfang Oktober 2020 erwartet.
(dt)
13.08.2020
Stellungnahme des VLLV zum Thema „Spar-Gagen“ in der Corona-Krise
Frankfurt am Main
Der VLLV wird eine Diskussion über notwendige Veränderungen bezüglich einer besseren Ausgestaltung von Vergütungen und Gagen für alle Lichtschaffenden in unserer Branche in Gang setzen und sich für eine leistungsgerechtere und fairere Bezahlung starkmachen — unabhängig von der Corona-Krise.
Aktuell jedoch leidet die gesamte Branche enorm unter dieser Krise. Bei den allermeisten sind die Aufträge komplett weggebrochen, bei anderen kommen schon wieder vereinzelte Anfragen rein — und da ist teilweise der Ruf nach enormen Rabatten zu hören. Bündnisse und ein Zusammenrücken in der Krise sind eine wirklich gute und notwendige Sache — jedoch nur, wenn beide Seiten davon profitieren. Wir müssen sehr wachsam und kritisch sein, ob dieser „Schulterschluss“ vielleicht nur einer Seite dient.
Jeder muss von seiner Arbeit vernünftig leben können — dieser Grundsatz muss auch aktuell gelten. Wer sich in dieser Not unter Wert anbietet oder verkauft, wird sich und der gesamten Branche einen Bärendienst erweisen. Der VLLV wird in naher Zukunft den Kontakt mit Auftraggebern und Dienstleistern suchen, um zukunftssichere Vergütungsmodelle vorzustellen und zu empfehlen.
(tg)
15.07.2020
Die Gründungsversammlung des VLLV
Frankfurt am Main, Unionhalle
Am 01.07.2020 fand die Gründungsversammlung des VLLV e.V.i.G. statt. Nach langen Vorbereitungen kamen die 15 Gründungsmitglieder in der Frankfurter Unionhalle zur konstituierenden Versammlung des VLLV zusammen, um die Satzung zu verabschieden und den Vorstand zu wählen.
Es wurde beschlossen, insgesamt sieben Vorstandsmitglieder zu wählen: 1. Vorsitzender Timo Graf, 2. Vorsitzender JoJo Tillmann, Finanzvorstand Danny Tomaske, Beisitzer Natalie Heckl, Marc Lorenz, Chris Glatthor und Moritz Herdt. Als Gründungsmitglieder waren zudem vor Ort: Christoph Schneider, Dominik Doehler, Flo Erdmann, Fred Bommart, Leo Herrmann, Martin Rupprecht, Michael Kuehbandner und Thomas Giegerich.
Die nächsten Schritte waren die Eintragung ins Vereinsregister und die Aufnahme der offiziellen Arbeit.
2021
Neuer Gesetzentwurf zur Benutzung von Skytrackern
Bundesumweltministerium, Berlin
Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat einen Entwurf für ein Insektenschutzgesetz vorgestellt, der ein saisonales Verbot von Skytrackern im Außenbereich vorsieht — zu den Hauptzeiten des Vogelzugs im Frühjahr und Herbst, jeweils von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang. Auch in der Architekturbeleuchtung sollen Insekten und Pflanzen künftig besser geschützt werden; in Naturschutzgebieten sollen neue Straßenlaternen, Wegbeleuchtungen und leuchtende Werbetafeln nur noch ausnahmsweise aufgestellt werden dürfen.
Der VLLV begrüßt diese Entwicklung zur Vermeidung der Lichtverschmutzung grundsätzlich und bleibt an dem Thema dran, um zu recherchieren, was das künftig für die Arbeit mit temporären Installationen bedeutet.
2021
Kann Hazefluid bei Corona-Öffnungsstrategien unterstützen?
VLLV-Recherche: Haze zur Luftreinigung gegen SARS-CoV-2
In den USA wurde durch die EPA (Environmental Protection Agency) das erste und einzige Luftbehandlungssystem „Grignard Pure“ zugelassen, das mehr als 98 % SARS-CoV-2-Viren in der Luft abtöten kann. Die Behandlung der Luft erfolgt dabei durch bekannte Geräte — speziell vom Hersteller getestete Hazer, die zentral in der Klimaanlage oder dezentral genutzt werden können.
Das spezielle Fluid hat neben seiner Hauptaufgabe, Viren abzutöten, den Nebeneffekt, dass es auch als normales Hazemedium genutzt werden kann. Spezielle Sensoren messen dabei die Mischungsverhältnisse der Raumluft und regeln damit die Zufuhr. Einen Proof-of-Concept gab es bereits im New Amsterdam Theatre am Broadway, ebenso erfolgten Tests u. a. mit der Harvard Medical School und der Johns-Hopkins-Universität.
Grignard ist in der Branche kein Unbekannter — seit vielen Jahren stellt das Unternehmen auch als OEM-Hersteller Nebel- und Hazefluid her. Ein spannendes Thema, an dem der VLLV drangeblieben ist.
(ml)
2021
Informationen zur Teilnahme am Forschungsprojekt RESTART-19
Leipzig
Das Forschungsprojekt RESTART-19 der Universitätsmedizin Halle (Saale) untersuchte das von Großveranstaltungen ausgehende Ansteckungsrisiko mit COVID-19 anhand einer nachgestellten Konzertveranstaltung mit rund 4.000 Probanden in der Quarterback Immobilien Arena Leipzig. Getestet wurden drei Szenarien mit unterschiedlichen Hygienekonzepten, von normaler Belegung bis zu stark reduzierter Kapazität mit 1,5 m Mindestabstand.
Der VLLV hielt diese Studie für sehr wichtig und unterstützte die Initiatoren, da RESTART-19 echte Pionierarbeit für einen Neustart der Veranstaltungswirtschaft weltweit leistete.
(mku)